Heute abmühen, morgen ruhen

Manche unserer rechtschaffenen Vorfahren waren Leute der vermehrten Gottesdienste und der vermehrten Taten, wie dem Gebet, dem Fasten, der Hajj und weiteren Dinge. So sagten ihm manche seiner Gefährten: “Du hast dich viel abgemüht!” Er sagte daraufhin: “Vielmehr ersuche ich darin (im Gottesdienst) Ruhe.”

Der Wert des Jenseits

Wenn der Gläubige heutzutage gegen seine Seele ankämpft, so bekämpft er sie für ihre Ruhe (morgen), sodass sie vor der Strafe Allahs subḥānahu wa ta'āla (verherrlicht und erhaben sei Er) errettet wird und am Tag des Gerichts mit der beständigen Wonne triumphiert. Am Ort der Ehre, Freude und Glückseligkeit. Und es wird zu seinen Leuten am Tag des Gerichts gesagt: “Oh ihr Leute des Paradieses! Wahrlich gebührt euch das Wohlbefinden und euch soll nie wieder Krankheit befallen. Und ihr sollt wahrlich (ewig) leben und nie wieder sterben. Und wahrlich sollt ihr (ewige) Jugend erhalten und nie wieder altern. Und ihr sollt Genuss erfahren und nie wieder bekümmert sein.” Was aber diese Welt angeht, so ist es ein Ort der Veränderungen, ein Ort des Kummers, ein Ort der Krankheiten und Trauer. Und selbst wenn das Leben langwierig ist und der Mensch seine vollkommene Gesundheit auskostet, so ist sein Ausgang der Tod. Und der Tod ist unausweichlich:

“Jede Seele wird den Tod kosten.”

[3:185]

Die Wertlosigkeit des Diesseits

Ein Ort, dessen Ende der Tod und der Untergang ist, hat keinen Wert. Und von den gewaltigsten Gründen für die Gottesfurcht und der Verherrlichung seiner Unantastbarkeiten ist das sorgfältige Nachdenken über den Koran, die vermehrte Rezitation davon und ebenfalls das Nachdenken über den Ausgang nach dem Tod. Was kommt nach dem Tod? Und ebenfalls das Nachdenken über das Grab: Wird es ein Grab der Gärten des Paradieses oder eine Grube der Gruben des Höllenfeuers? Und hierauf das Nachdenken über die Auferweckung und Auferstehung: Wirst du von den Leuten des Paradieses oder von den Leuten des Höllenfeuers sein?

Das Nachdenken über diese Dinge und die Sorgsamkeit in dieser Sache ist von den Gründen der Gottesfurcht, der Verherrlichung Allahs subḥānahu wa ta'āla (verherrlicht und erhaben sei Er) und dem Eilen zu der Zufriedenheit Allahs.

Aus einer Rede von Schaykh Ibn Bāz raḥimahullāh (möge Allāh ihm gnädig sein)