3 Fehler, die deinen Ramadan vergiften

Es gibt Fehler, die deinen Ramadan verderben. Nicht deshalb, weil sie haram sind, sondern weil sie dich ablenken, und deinen Ramadan in eine falsche Richtung bringen. Der Monat Ramadan ist eine Barmherzigkeit von Allah subḥānahu wa ta'āla (verherrlicht und erhaben sei Er) für seine Diener. In diesem gesegneten Monat öffnet er die Tore des Paradieses, und er kettet die Satane an. Das alles deutet nur auf eine Sache hin: Allah subḥānahu wa ta'āla (verherrlicht und erhaben sei Er) möchte dir vergeben!

Den Monat Ramadan schätzen, wie es ihm gebührt

Allah subḥānahu wa ta'āla (verherrlicht und erhaben sei Er) hat uns viele Monate gegeben, in denen wir uns mit verschiedensten Dingen vergnügen können. Doch im Monat Ramadan will Allah subḥānahu wa ta'āla (verherrlicht und erhaben sei Er) uns als seine besten Diener sehen. Wenn er uns schon mit dieser Barmherzigkeit entgegenkommt, wie sollte dann unsere Reaktion darauf sein, dass wir diese Barmherzigkeit in Anspruch nehmen?

Unsere Vorbilder waren die Salaf. Wir wissen von Imam Schafi’i raḥimahullāh (möge Allāh ihm gnädig sein), dass er den Koran zwei mal täglich durchgelesen hat. Oder Imam Bukhari raḥimahullāh (möge Allāh ihm gnädig sein), er hat ihn einmal durchgelesen. Dazu zählt noch nicht einmal, was sie im Gebet gelesen haben. Das bedeutet, diese Leute haben sich mit nichts anderem beschäftigt, außer mit dem Koran. Allah subḥānahu wa ta'āla (verherrlicht und erhaben sei Er) sagt:

“Der Monat Ramadan ist es, in dem der Koran als Rechtleitung für die Menschen herabgesandt wurde.”

[2:185]

Als ob Allah subḥānahu wa ta'āla (verherrlicht und erhaben sei Er) sagen möchte: DESWEGEN ist der Monat Ramadan so besonders, weil er darin den Koran herabgesandt hat!

Fehler Nr. 1: Im Ramadan zu viel schlafen

Ramadan ist nicht der Monat des Schlafes! Allah subḥānahu wa ta'āla (verherrlicht und erhaben sei Er) kommt uns in diesem Monat mit unendlich viel Barmherzigkeit entgegen, so sei auch fleißig in diesem Monat! Komme aus dir heraus! Du schaffst auch mehr, weil Allah diesen Monat segensreich gemacht hat. Dies allein aufgrund der Tatsache, dass die Satane angekettet sind. Wir schaffen es, viel mehr Koran zu lesen. Wir schaffen es, unsere Zeit viel mehr in Anspruch zu nehmen. Deshalb sollten wir diese Zeit NIEMALS verschwenden.

Fehler Nr. 2: Sich im Ramadan nur mit dem Essen beschäftigen

Der zweite Fehler, der unseren Ramadan häufig entwertet: Viele Muslime beschäftigen sich im Monat Ramadan ausschließlich mit dem Essen. “Was werde ich heute essen? Was werden wir morgen kochen? Was wird es als Nachspeise geben?” Ramadan ist nicht der Monat des Essens! Wir dürfen diesen segensreichen Monat nicht in einem anderen Sinn uminterpretieren, als er eigentlich gedacht ist!

Fehler Nr. 3: Zu viel gesellschaftlicher Kontakt

Der dritte Fehler, der unser Ramadan vergiftet: Dass wir uns zu sehr mit dem gesellschaftlichen Kontakt beschäftigen! Es geht bei vielen nur noch darum, diesen und jenen einzuladen, und wann wir diesen und jenen besuchen… Nicht falsch verstehen! Diese sind sehr schöne Angelegenheiten. Trotztem dürfen sie auf keinen Fall dazu führen, dass viel Zeit verschwendet wird! Man sitzt lange zusammen, man schläft lange, man isst viel. Man spricht und lacht übermäßig viel, bis man den Fokus auf das Wesentliche vollkommen verloren hat.

Nutze deine Zeit!

Der Monat Ramadan sollte in dem Maße genutzt werden, dass wir in jeder Minute etwas Gutes tun! Mach dir das zu deiner Aufgabe: Lasse keine Minute frei, außer dass du sie im Positiven nutzt. Dies, damit dir Allah subḥānahu wa ta'āla (verherrlicht und erhaben sei Er) den Erfolg gibt in diesem Monat. Gehst du spazieren, kannst du trotztem Dhikr machen. Oder über die Schöpfung Allahs nachdenken. Fährst du Auto, kannst du trotztem den Koran rezitieren. Schöpfe alle Möglichkeiten aus! Tu etwas, hauptsache du sammelst gute Taten und nutzt seine Zeit sinnvoll!

Möge Allah subḥānahu wa ta'āla (verherrlicht und erhaben sei Er) diesen segensreichen Monat von uns annehmen, und möge Allah diesen Monat zum Grund machen, unsere Seelen vom Höllenfeuer zu befreien.

Aus einer Videobotschaft von Ahmad Abul Baraa