Anzeichen für Djinn, böses Auge etc.

Ein Fragesteller fragt: “Wie erkennt man Anzeichen des bösen auges (al-‘ayn) bei kleinen Kindern?” Das ist eine sehr schöne Frage. Heutzutage konsultieren wir Ärzte und diese nehmen langfristige und modernste Untersuchungen aller Art vor, und nach einigen Monaten sagt dir der geschickte und scharfsinnige Arzt: “Wir vermuten/erwarten bei dir dieses und jenes. Es sind aber noch mehr Untersuchungen und Analysen nötig.”

Der Raqi

Der Raqi, der Allah subḥānahu wa ta'āla (verherrlicht und erhaben sei Er) fürchtet, weiß nichts darüber, was im Inneren des Menschen ist. Er liest bzw. rezitiert einfach den Qur’an, bemüht sich und redet dem Menschen nichts ein. Und jeder legt irgendwelche vermeintlichen Anzeichen vor, doch sie basieren auf keinen Beweisen. Der einzige Beweis, den manche vorbringen, ist, dass sie sagen: “Wir haben es ausprobiert und es hat gewirkt bzw. sich bewahrheitet.” Dies ist jedoch etwas, was den Menschen zu Wahnvorstellungen und Einbildungen führt.

Ein empfindlicher Mensch könnte dir (dem Raqi) glauben, dass er angeblich krank sei. Eine Schwester rief mich an und schilderte mir, dass sie in Kontakt mit einem solchen Bruder (Raqi) trat, um Rat zu suchen und er redete ihr ein, dass sie diese und jene Krankheit habe und so verfiel sie in Panik und war der Auffassung, dass sie verloren ist. Nachdem sie ihre Geschichte erzählt hatte, sagte ich ihr, dass sie sich an Allah wenden soll und auf Ihn vertrauen soll und dann (normale) Ärzte aufsuchen soll. Sie sollte ruhig Ruqya über sich selber machen , dies ist vielmehr die Sunnah. Aber dass wir uns dem ergeben, was uns ohne Beweise gesagt wird, das ist alles ein Problem und hat die Menschen in Wahnvorstellungen und Einbildungen geführt.

Der Gesunde denkt so, dass er krank sei, aufgrund der Wahnvorstellungen, die auf keinem Beweis fußen. […] Dass wir also Anzeichen aufstellen… Es gibt keine regelnden Prinzipien bzw. Kontrollmechanismen für diese Dinge. Die beste Regel ist, dass du beim Schlafengehen Ruqya über deine Kinder machst […] und vor all dem auf Allah vertraust.

Abschrift von Sheikh Sa’d as-Sabr raḥimahullāh (möge Allāh ihm gnädig sein)